
Beckenbodentraining – aber wie?
Hilfe bei Blasenschwäche
Eine Blasenschwäche kann im Alltag sehr belastend sein. Ursache ist häufig ein schwacher Beckenboden, insbesondere bei Frauen nach Schwangerschaften. Helfen soll ein gezieltes Beckenboden-Training - doch wie sollte dies gestaltet sein?
Beckenboden stützt die Blase
Die Muskulatur des Beckenbodens schließt den Bauchraum ab und unterstützt die Schließmuskeln von Darm und Blase. Bei Frauen ist der Beckenboden häufiger geschwächt, vor allem nach Schwangerschaften. Als Folge kann bei Druck im Bauchraum, beispielsweise beim Tragen von Lasten oder beim Niesen, der Beckenboden die Schließmuskeln nicht mehr ausreichend unterstützen – und Urin geht ab. Das nennt man auch Belastungsinkontinenz. Gezieltes Training des Beckenbodens kann hier helfen. Dafür gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Trainingsmethoden. Die Organisation Cochrane hat nun untersucht, welche Trainingsformen am besten helfen.
Wirkung nach 3 Monaten erfasst
Cochrane hat dafür 63 Studien mit knapp 5.000 Teilnehmer*innen ausgewertet. Die meisten Teilnehmer*innen waren im mittleren Alter sowie mehrmals schwanger gewesen. Die Wirkung des Trainings wurde in den meisten Studien nach 3 Monaten erfasst. Dazu wurden die Teilnehmer*innen unter anderem zum Urinverlust und zu Einschränkungen im Alltag befragt.
Weitere Muskeln einbeziehen
Zur Trainingsform konnte Cochrane dabei einiges herausfinden. So ist häufigeres Training effektiv. Wer täglich geübt hat anstatt drei Tage die Woche, hat in einer der Studien eine positivere Wirkung auf die Inkontinenz.
Quelle: wissenwaswirkt.org